
MEC "Orlabahn" e.V. Pößneck
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Teilnahme an der ?6. Erlebnis Modelleisenbahn? in Dresden
Der MEC ?Theodor Kunz? Pirna e.V. organisierte nun schon zum 6. Mal auf dem Gelände der Dresdender Messe eine Modelleisenbahnausstellung ? der Superlative.
Es waren nicht nur alle gängigen Spurweiten von Z über N, TT, H0 bis hin zur Gartenbahn IIm vertreten, sondern es wurden auch alle Zeitepochen und Modellbauthemen bedient. Gut ausgewogen war der Mix zwischen Vorbild und frei gestalteten Anlagen. Es war einfach für jeden Besucher und vor allem auch jeden Aussteller etwas dabei, konnte doch auch mit so manchem Kleinserienhersteller gefachsimpelt werden.
Unser Club war mit der ?Oberlandbahn? vertreten. Besonders Interesse erweckten bei dem Dresdner Publikum die im letzten Jahr gestalteten Details, wie der versenkbare Kanalarbeiter mit leuchtender Grubenlampe am Helm oder der Jäger vom Liebschützer Revier, bei dem sich lautstark der Schuss in Richtung ?Platzhirsch? löste.
Wie bei allen Ausstellungsobjekten war auch unsere Anlage stets gut besucht. Oftmals standen die Besucher in 3 Reihen vor der Anlage, 12.500 Zuschauer wurden an 3 Ausstellungstagen gezählt.
Für die gute Organisation der Veranstaltung möchten wir uns noch einmal beim Pirnaer Modelleisenbahnclub bedanken. Es hat einfach alles perfekt geklappt, angefangen vom Beistellen der LKW's, der Unterkunft im Dresdner Stadtzentrum und der tatkräftigen Unterstützung beim Be- und Entladen der LKWs. Nicht zu vergessen der gelungene Ausstellerabend. Wir werden an der Ausstellung gern wieder mit einer anderen Anlage teilnehmen.
Nachfolgend einige Bilder zur Ausstellung unser ?Oberlandbahn?
Die ersten Anlagenteile sind mit ihren Transportgestellen in der Messehalle abgeladen, ein paar Kleinteile fehlen noch:

Mit dem Ausrichten der Platten wurde begonnen:

Die stets gut gefüllte Ausstellungshalle:

Interessantes beim Bahnhof Ziegenrück. Der ?versenkbare Kanalarbeiter? wird gesucht:

Unsere beiden ?Berliner Gastarbeiter? sind stets willkommen:

Der von einer V 36 gezogene Tunnelmesszug auf dem Saaleviadukt:

Eine V 180 bei der Durchfahrt mit einem Bauzug durch den Bahnhof Liebschütz:

Ziegenrücker Bahnhofsatmosphäre an der Ladestraße:

Der versenkbare Kanalarbeiter mit seiner leuchtenden Grubenlampe beim ?Abtauchen?:

Die ehemalige Lokeinsatzstelle vom Bahnhof Ziegenrück:

Eine ehemalige 119er ist mit ihrem Personenzug auf dem Plotenbachviadukt in Richtung Triptis unterwegs:

Am Ziegenrücker Hausbahnsteig wartet die Alt-Bau 50er auf die Weiterfahrt nach Lobenstein:

Eine 119er mit einer typischen Personenzuggarnitur auf dem Saaleviadukt bei Ziegenrück:

Modellbahnclub Orlabahn e.V. 15.05.2010, 19.59| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Ausstellungen | Ausstellung, Dresden, Anlage, Foto,
So kann man auch Häuser für die eigene Modellbahnanlage bauen
Da ich schon seit dem Beginn meiner Modellbautätigkeit TT-Modellbahner bin und schon immer gern Modelle selbst gebaut habe, lag es für mich nahe, mir eine Vorbildstrecke zu suchen. Schon in den 80er Jahren wurde im Transpress-Verlag in der Reihe Verkehrsgeschichte ein Buch über die GMWE veröffentlicht. Diese Strecke gefiel mir besonders wegen dem vielseitigen Fahrzeugmaterial und auch die Lage in der Ebene, sieht man einmal vom Streckenabschnitt Gera/Pforten-Leumnitz ab, machte einen eventuellen Nachbau interessant. Außerdem lag die Strecke nur einige Kilometer von meinem Wohnort entfernt. Vielleicht konnte man ja noch ein paar Zeitzeugen finden?? Jedenfalls hatte ich einen Start für meine Segmentanlage gefunden. Als erstes sollte der Bahnhof Söllmnitz mit seiner Tonverladung nachgestaltet werden.
Hier möchte ich einmal ein kleines Detail eines Gartens mit der dahinter befindlichen Schüttgutrampe zeigen.

Der Bau des Moduls hat inzwischen schon einige Zeit in Anspruch genommen. Nach vielen Besuchen in Söllmnitz, unzähligen Fotos, dem Studium der vorhandenen Literatur und einigen Gesprächen mit ehemaligen Söllmnitzer Eisenbahnern zeigt sich das heutige Aussehen des Moduls.
Der Rahmen der Anlage entstand aus 10mm starkem Sperrholz, passend zurechtgesägt durch die freundlichen Mitarbeiter eines ortsansässigen Baumarktes. Diese Ausführung kann ich nur jedem Modellbahner empfehlen, kann man doch mit der besten Säge in der Heimwerkstatt nicht so exakt sägen wie mit den großen Zugsägen der Baumärkte. Der Rahmen wurde verleimt und verschraubt.
Als Gleismaterial habe ich das H0e-Feldbahngleis von ROCO verwendet. Allerdings wurden die Weichen ein wenig verändert. Das Kunststoffherzstück habe ich durch zurechtgefeilte Schienenprofile ersetzt, eine Herzstückstromversorgung ergänzt und die Weichenzungen mit Hilfe sehr dünner Litzen mit Fahrspannung versorgt. Diese doch recht aufwendigen Arbeiten erschienen mir auf jeden Fall notwendig, sollten doch in Zukunft auch alle eingesetzten Triebfahrzeuge ohne Probleme über die Anlage fahren können.
Da von den Zubehörherstellern natürlich nicht die für jede Vorbildsituation entsprechenden Gebäude hergestellt werden können, bleibt nur der Selbstbau. Ich bin schon seit je her ein Fan der Holzbauweise, sprich Sperrholz in den verschiedensten Stärken. Bei TT nehme ich solches mit einer Stärke von 1mm. Das Haus wird mit Hilfe der vorhandenen Fotos, am besten mit den am Vorbild gemessenen Maßen und einer teilweise doch mutigen Überlegung Seite für Seite auf das Sperrholz konstruiert. Mutig deshalb, weil oft nur alte Fotos zur Verfügung standen und dadurch ein regelrecht kriminalistisches Herangehen erforderlich war. Man freut sich immer wieder, wenn man auf einem Foto plötzlich im Hintergrund genau dieses Detail findet, über welches man schon sehr lange nachgrübelt. Manchmal muss man auch von bestimmten Standards wie Geschosshöhe, Türgröße usw. ausgehen. Meine Erfahrung ist dabei, Hauptsache die Größenverhältnisse stimmen.
Nachdem die Teile aufgezeichnet sind, schneide ich sie mit einem scharfen Messer aus. Ebenso entstehen die Öffnungen für Fenster und Türen. Nach der notwendigen Nacharbeit mit kleinen Schlüsselfeilen sind die Teile fertig zum zusammenkleben. Dies geschieht mit Hilfe eines Winkels als Anschlag. Wenn alle Seitenteile des Gebäudes auf diese Art verbunden sind, erfolgt die Anfertigung des Daches. Am besten mit Hilfe von Mustern aus Pappe, weil damit ein leichteres Anpassen der Teile möglich ist. Kleine Ungenauigkeiten lassen sich somit an dieser Stelle ausgleichen. Jetzt werden die Dachteile mit dem Gebäude verklebt und bei meiner Bauweise beginnt jetzt die Anfertigung der Dacheindeckung.

Das Herstellen derselben ist zwar eine sehr langwierige und recht eintönige Angelegenheit, aber ich habe mich entschieden, meine Dächer in der eigenen Werkstatt selbst herzustellen. Dazu habe ich auf Papier mit einem Grammgewicht von ca 100g/m2 (das ist etwas dicker als normales Druckerpapier) im Abstand von 1,5mm Linien aufgezeichnet, die anschließend mit einem nicht zu scharfen Messer eingeritzt werden (nicht durchschneiden). Anschließend schneide ich das Papier mit einer kleinen Schere zuerst von einer, dann von der anderen Seite kurz ein. Es ergibt sich ein gezacktes Bild, welches aus kurzer Entfernung sehr ?dachziegelähnlich? aussieht. Dann schneide ich 5mm Streifen und klebe sie auf die Dachfläche aus Sperrholz. Der nächste Streifen folgt um einen halben Ziegel versetzt. Es ergibt sich ein plastisches Aussehen, die vorhandenen Unregelmäßigkeiten verstärken diesen Eindruck noch. Ergänzt wird das Dach dann noch mit Firstziegeln und Dachrinnen von Auhagen, die vor dem Aufkleben zwecks besserer Farbhaftung sorgfältig mit Spülmittelwasser gereinigt werden. Hier ist der Selbstbau nicht notwendig, weil diese Dinge nicht mehr besser dargestellt werden können. Die Farbgebung erfolgt mit Wasserfarben, wobei immer nass in nass mit unterschiedlichen Farbtönen gearbeitet wird. Die Farbe sollte dabei nicht zu dick sein, weil ansonsten die eingeritzte Struktur verloren geht.

So werden die Dachziegel Reihe für Reihe eingeschnitten. Das schon auf einer Seite fertig gestellte Dach sieht doch schon recht plastisch aus, oder?

Auf diesem Foto kann man auch gut die Fenster erkennen. Auch diese entstehen komplett im Eigenbau. Eigentlich auf ganz einfache Art! Zuerst wird ein Blatt Papier hinter die Öffnung gehalten und von vorn die Umrisse nachgezeichnet. Jetzt wird dieses Blatt mit Klebeband hinter eine durchsichtige Folie (Verpackungen eignen sich gut) geklebt. Die Fenster bestehen aus selbstklebendem Papier (erhältlich im Copyschop), das bei Bedarf noch eingefärbt werden kann, denn z.B. grüne Fenster gibt?s ja auch. Das Papier kann mit einem Cuttermesser bis zur Trägerschicht in Streifen entsprechend den Sprossenstärken eingeschnitten werden. Diese Streifen lassen sich, nachdem sie von der Trägerschicht abgenommen wurden nun ganz leicht von vorn auf die Folie kleben und so entsteht Stück für Stück ein Fenster. Nach meinen Erfahrungen kann man die Streifen auch kreuzen lassen. Man sieht es wirklich nur aus nächster Nähe. Nachdem dann der letzte Streifen aufgeklebt wurde, entfernt man die Papierschablone und klebt das Folienteil hinter die Fensteröffnung.
Das fertige Dach sollte dann so aussehen! Das Schuppendach besteht übrigens aus in Streifen geschnittenem Toilettenpapier (einlagiges Krepppapier).

Damit möchte ich meinen kurzen Bericht ersteinmal abschließen. Jetzt beginnt der Sommer und der Garten mit der Gartenbahn ruft. Sollte es wider Erwarten viel Regen geben, werde ich sicher weiterbasteln und wenn es Sie interessiert hat, an dieser Stelle auch weiterberichten über die kleine Schmalspurstrecke, die mir in den letzten Jahren so ans Herz gewachsen ist.
©Klaus Regu
Modellbahnclub Orlabahn e.V. 15.05.2010, 19.24| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: Tipps & Tricks | Modellbau, Tipp, Trick, Hilfe, Anleitung,
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Captcha Abfrage
| Matthias Kühn |
| Hallo, Kann sich bitte mal ein verantwortlicher bei uns Melden? Tel.036645/21096. |
| 15.1.2026-20:08 |
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| Stefan Stöhr |
Hallo. Eure heutige Ausstellung in der Shedhalle war mega. Besonders eure TT-Anlage und die der Schüler fand ich klasse. MfG |
| 3.11.2024-21:14 |
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| Richter, Heidru |
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Hallo,
ich habe einige Eisenbahn- und Modellbahnbücher, die ich gern weitergeben würde. Die Auflistung der Bücher habe ich per eMail an Herrn Reku geschickt. Bitte schicken Sie mir eine Nachricht, ob Interesse besteht. |
| 30.10.2022-20:25 |
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| Leuther, Matthi |
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Hallo
Falls Sie Interesse an einer Spur0 Anlage haben ( Größe 4m x 0,8 m) teilbar würde ich mich über eine Nachricht freuen. |
| 6.4.2020-11:50 |
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| Jörg |
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Hallo Modellbahner,
2016 waren wir zusammen in Döbeln zur Modellbahnausstellung. Mit einem Kollegen von Euch hab ich mich nett unterhalten. Könnte dieser mich mal kontaktieren? Er ist auf swm zweiten Foto von der Jahresversammlung 2016 ganz rechts mit Brille zu sehen. Meine Telefonnummer hat er. Ich Seine leider nicht. Grüße aus Döbeln |
| 10.4.2017-14:45 |
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| Peter Simon |
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Hallo Freunde, es war wieder klasse bei Euch. Danke für die Ausstellung ein Münchberger MEC01ler
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| 30.10.2016-16:50 |
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| Oliver Pücher |
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Hallo! Ich bin morgen wieder einmal in Neustadt, wann kann man bei Ihnen denn mal vorbeikommen, oder geht das nur an öffentlichen Fahrtagen?, bin so ein bis dreimal im Jahr in Neustadt/Pößneck. Danke und grüße
Oliver Pücher Themagicfriend@web.de |
| 6.4.2015-12:38 |
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| TT |
Eure Ausstellung war der HAMMER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! |
| 7.11.2014-15:20 |
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| TT |
Das mit den Diorama-Teilen ist eine coole Sache ! |
| 17.9.2014-20:20 |
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| TT |
Eure Ausstellungen sind der Hammer !!! Macht weiter so !!! Ihr seid einfach nur spitze !!! |
| 10.4.2014-16:46 |
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